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 Betreff des Beitrags: Unterschied zwischen Bildschirm und Foto
BeitragVerfasst: 20.04.2008 22:40 
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Registriert: 09.03.2006 09:34
Beiträge: 2
Mein Problem ist, dass die Bilder auf dem Bildschirm immer ganz anders aussehen als dann im Druck. Die Farben, die ich so korrigiert habe, dass das Bild für mich optimal ist, sehen auf dem Foto plötzlich ganz anders aus.
Ein Freund meinte neulich, das wird wahrscheinlich an der Einstellung meines Monitors liegen. Aber wie stelle ich meinen Monitor denn richtig ein?
gute Nacht erstmal


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterschied zwischen Bildschirm und Foto
BeitragVerfasst: 28.04.2008 07:38 
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Registriert: 25.04.2008 17:01
Beiträge: 6
Hallo Tango,

die Farben auf dem Bildschirm werden mit Lichtpunkten dargestellt. Alle Farben zusammen ergeben weiß. Die Farben beim Drucken entstehen durch additive Farbmischung und alle Farben zusammen ergeben schwarz. Aus Deiner Frage geht nicht eindeutig hervor, ob Du auf einem eigenen Drucker ausdruckst oder ob es um Ausdrucke von irgendwelchen Druckereien oder Fotos geht. Wenn es um Ausdrucke auf Deinem eigenen Rechner und System geht, ist es möglich, dieses zu kalibrieren. Das heißt, dass Bildschirm Drucker und Scanner und bestimmtes Papier aufeinander abgestimmt werden. Dazu gibt es Programme, die recht teuer sind. Gleichzeitig ist es dann aber auch wichtig, dass zum Beispiel der Drucker immer die gleichen Farben hat. Wenn man original Tinte verwendet ist das normalerweise kein Problem, wenn man aber um Geld zu sparen wieder auffüllt oder billige Nachbaupatronen verwendet, ist mit jeder neuen Lieferung von Patronen das Kalibrieren neu notwendig.

Bei meinem System habe ich einmal das Programm Monaco EZ Color verwendet. Dabei bekommt man für den Scanner eine Farbtafel, die man einscannen sollte. Diese wird gedruckt, wieder eingescannt, gedruckt, bis das Druckergebnis genau mit der Farbtafel übereinstimmt. In einigen Bildbearbeitungsprogrammen ist es möglich, sich ein eigenes Profil zuzulegen, das vom Farbmanagement dem entspricht, wie das eigene System druckt. Das Programm ist recht teuer und der Kalibriervorgang ziemlich langwierig und kompliziert. Gleichzeitig ist das Ergebnis sozusagen ruiniert, wenn man günstige neue Farbe kauft.

Als Möglichkeit für zu Hause mit dem eigenen Drucker gibt es meist unter dem Druckereigenschaften die Möglichkeit die Farben zu beeinflussen. Damit ist es möglich ein Ausdruck so hinzukriegen, dass er ungefähr Deinen Vorstellungen entspricht.
Gruß Eri


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterschied zwischen Bildschirm und Foto
BeitragVerfasst: 28.04.2008 07:48 
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Registriert: 27.04.2008 18:20
Beiträge: 1
Hallo Eri,
ich habe das mit den Druckereinstellungen auch versucht und jetzt hat das bearbeitete Foto was ich ausgedruckt habe keinen Stich mehr ins Grüne. Aber es gibt Farben, die auf dem Bildschirm komplett anders aussehen, als beim Ausdruck. Wie kommt das zustande und was kann ich tun, damit diese Farben so ausgedruckt werden wie sie auf dem Bildschirm aussehen.

Gruß
Phoenix


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterschied zwischen Bildschirm und Foto
BeitragVerfasst: 28.04.2008 07:50 
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Registriert: 27.04.2008 18:22
Beiträge: 2
Hallo Zusammen,
ich habe ein anderes Problem. Bei mir sehen die Fotos bzw. die veränderten Fotos auf dem Bildschirm meist gut aus, wenn ich diese dann ausdrucke, sind sie irgendwie unscharf und verschwommen.
Gruß Sonett


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterschied zwischen Bildschirm und Foto
BeitragVerfasst: 28.04.2008 07:54 
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Registriert: 25.04.2008 17:01
Beiträge: 6
Hallo Sonett,

die Auflösung des Bildschirmes kann viel niedriger sein und sieht noch gut. Während ein Druck eine viel höhere Auflösung braucht, um scharf auszusehen. Beim Druck geht man davon aus, dass ein Bild mindestens 300 dpi hat. Für den Bildschirm reichen normalerweise 75 dpi aus.

Gruß Eri


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterschied zwischen Bildschirm und Foto
BeitragVerfasst: 28.04.2008 07:55 
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Registriert: 27.04.2008 18:21
Beiträge: 5
Hallo Zusammen,

Wenn man mit einer Druckerei zusammenarbeitet, ist das alles nochmals anders. Bisher musste ich den Druckereien pdf-Datei liefern. Bei der Herstellung einer pdf-Datei ist schon eine erste Stufe der Verfälschung oder Abflachung der Farben möglich. Ich arbeite zum Beispiel mit dem recht preisgünstigen Programm CorelDraw Essentials und dort hat ein pdf, das man aus einer Datei macht, viel weniger Farbnuancen als das Original in Corel selbst. Leider habe ich bei Druckereien die Erfahrung gemacht, dass mit Farben nicht besonders sorgfältig umgegangen wird, und bei größeren Stückzahlen, die Farbpalette recht groß ist. Um Kunstwerke ausdrucken zu lassen, wäre es dann das Beste einen Probeausdruck anzufordern oder eben sich einen Drucker zu suchen, der sehr gewissenhaft ist und Kunstdrucke herstellt.

Gruß Azz


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterschied zwischen Bildschirm und Foto
BeitragVerfasst: 26.05.2008 01:37 
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Registriert: 25.05.2008 20:56
Beiträge: 6
Ihr Lieben,
ich habe mal gelernt, Druckansicht und Ansicht am Monitor haben den Unterschied, aufgrund der Auswahl RGB und CMYK. Wenn man Fotos und Co. ausdruckt, sollte man darauf achten, dass man die Option CMYK wählt. Die Abkürzung CMYK steht für die englische Bezeichnung der vier Druckfarben Cyan (Türkisblau), Magenta (Purpurrot), Yellow (Gelb) und Key (Schwarz).
Drucker und Bildschirme unterscheiden sich grundsätzlich in der Art ihrer Farbdarstellung. Auf Bildschirmen wird von einem schwarzen Schirm ausgegangen, auf dem durch Aktivieren der Elektronenstrahlen rote, blaue und grüne Punkte zum Leuchten gebracht werden. Die Farbdarstellung des Druckers ist dagegen auf weißes Papier ausgerichtet und legt die Farben durch Kombination von Punktrastern in unterschiedlicher Dichte übereinander und stellt damit eine breite Farbpalette dar. Jede Farbe beeinflusst dabei eine Komponente des RGB (Red Green Blue)-Farbmodells. Rot aktiviert zum Beispiel den roten Elektronenstrahl auf dem Bildschirm und deaktiviert Zyan im Drucker. Bei der Druckvorbereitung muss also ein Farbbild vom computerinternen RGB-Farbsystem in das CMYK-Farbsystem umgerechnet werden. Wie qualitativ gut die Druckerumrechnung umgesetzt wird, ist von Drucker und Papier abhängig. Hochwertige Bildbearbeitungsprogramme erlauben es, Zeichnungen sofort im CMYK-Format anzulegen, so dass der Benutzer die Grafik so sieht, wie sie später auch gedruckt werden kann. Die Grafiken können dann direkt als TIFF- oder JPEG-Datei im CMYK-Farbformat gespeichert werden. Hoffe, das klang jetzt nicht zu kompliziert und hilft vielleicht weiter! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterschied zwischen Bildschirm und Foto
BeitragVerfasst: 11.02.2009 12:00 
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Registriert: 11.02.2009 10:22
Beiträge: 15
Hi Leute,

Ich kann meinen Vorrednern nur Recht geben, das ist tatsächlich eine Frage der Kalibrierung und der Zeit die man investieren will.
Wie das von statten geht, steht hier ja schon.
Aber einen Tip hab ich noch, bevor ihr dieses ganze Prozedere zuhause startet informiert euch darüber, ob der Entwickler eures vertrauens, übehaupt etwas mit cmyk und tiff anfangen kann.
Nur, damit es später keine bösen Überraschungen gibt (nach der vielen arbeit).

grüße tobi


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterschied zwischen Bildschirm und Foto
BeitragVerfasst: 11.02.2009 12:29 
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Registriert: 06.02.2009 09:52
Beiträge: 8
Eri hat geschrieben:
die Farben auf dem Bildschirm werden mit Lichtpunkten dargestellt. Alle Farben zusammen ergeben weiß. Die Farben beim Drucken entstehen durch additive Farbmischung und alle Farben zusammen ergeben schwarz.


Hallo, ich bin zu fällig zu diesem Thread gekommen und bin beim 2. Beitrag etwas stutzig geworden.

Man spricht von Aadditiver Farbmischung wenn es um Farbe in Sinne von Licht geht. Also beim Bildschirm. (engl. : Colour)
Hingegen spricht man von subtraktiver Farbmischung wenn es um Farbe im Sinne von Material geht. Also Malen oder Drucken. (engl. : Paint)

Warum ist das so?
1. Farbe als Licht...
weißes Licht wie das der Sonne (ca. 5500 Kelvin Farbtemperatur) verfügt über das volle Spektrum an Farben. Eigentlich handelt es sich um Wellenlängen die unsere Augen interpretieren. Wir verfügen in unserem Auge über 3 verschiedene Rezeptoren, nämlich Rot, Blau und Grün.
Deshalb sind das die 3 Grundfarben der additiven Mischung. Wird nun vor unseren Augen eine weiße Fläche mit Rot und Blau beleuchtet dann fügen wir die die Farben wieder in einander, wir addieren sie, und kommen so dem vollständigem weißen Spektrum wieder näher. Wir sehen die Farben Rot, Blau und Magenta (was einen etwas speziellen Fall darstellt).
Wenn wir nun auch noch Grün hinzu fügen sehen wir in der Mitte weißes Licht.
Voila! wir haben das die Farben ADDIERT und sind so zum weißen Licht gekommen. Wer das ganze ausprobieren möchte sollte dies in einem Möglichst dunklem Raum machen.

_________________
"Was soll der Unsinn, eine Frage die von von mir Besitz zunehmen droht!" (Theodor Fontane)


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